Was ist Tango für uns?

 

21078338_1889922024558866_8685448672559824464_nDa das eine schwer zu beantwortende Frage ist, formulieren wir lieber, was Tango für uns nicht ist bzw. was Tango nicht NUR ist. Tangotanzen ist…

  • …nicht nur die reinste Wiedergabe der Rhythmik. Es ist schön, wenn Tanzpaare den Takt bzw. den Rhythmus raushören, Tangotanzen ist jedoch viel mehr als das.

  • …nicht nur, Leidenschaft und Gefühle zu zeigen, indem man auf der Tanzfläche stehenbleibt (und ein leidendes Gesicht macht), weil man die Musik liebt. Das kann man auch machen, wenn man nicht tanzt.

  • …nicht nur Technik und dass man das Gehen und die Elemente mittels strenger, technischer Regeln unnötig verkompliziert, so dass man nicht mehr normal gehen kann.

  • …nicht nur Figurentanzen und dass man bestimmte Dinge physisch hinbekommt.

  • ….nicht nur minimalistisches Tanzen. Manche verwechseln minimalistisches Tanzen mit Milonguero-Stil oder mit Tango Salon. Und manche versuchen dadurch, das eigene begrenzte Können zu vertuschen.

  • …nicht nur, Tango Nuevo oder die Freiheit des „modernen“ Tangos zu demonstrieren.

 

Die “Leidenden“, die „Techniker“, die „reinen Rhythmik-Wiedergeber“, die „Figurentänzer“, die „Minimalisten“, die „Salonisten“, die „Neonisten“ oder die „Tango-Hippies“ – das alles sind lediglich subjektive Projektionen einzelner Personen.

 

Jeder Stil ist weder schlecht noch gut. Es liegt an dem, der ihn gebrauchen tut. ;-)

 

Wir erkennen es an, wenn jemand einen bestimmten Stil bevorzugt. Doch diesen von seiner Schokoladenseite zu beschreiben und als die Wahrheit zu erklären und alles andere geschwächt darzustellen, tut dem Tango selbst Unrecht. Tango lässt sich nicht auf ein Merkmal reduzieren!

 

Was den Tango ausmacht ist:

 

  • Die musikalische Vielfalt mit all ihren Facetten: Rhythmik, Melodik, Dramatik, Verspieltheit, Dynamik, Romantik

  • Die Verbindung im Paar: die harmonischen und kontinuierlichen Bewegungen zweier flexibler Körper in der Musik

  • Die Freiheit der Improvisation – und damit umgehen zu können: Vielfalt, Einzigartigkeit und Körperbeherrschung

 

Wir schätzen den Tango in seiner Vielfalt und Ganzheit und so möchten wir ihn auch sehen, erleben und lehren.

 

© Emile Sansour

 

 
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